Gesunde Diät

(David Steen)

Heute ist es bereits üblich, dass Sportler über die Auswirkungen verschiedener Diätarten gut informiert sind und wir voraussetzen, dass unsere Leser da keine Ausnahme sind. Es gibt jedoch mehrere verhältnismäßig unterschätzte Aspekte, auf die wir die Sportler aufmerksam machen wollen.

Steroide werden am meisten von Bodybuildern oder anderen Kraftsportlern angewendet. Kraftsportarten erfordern eine Diät mit einem hohen Gehalt an Proteinen, aber das Problem mit den Eiweißstoffen liegt darin, dass bei ihrer Verarbeitung Nebennieren und Leber große Mengen des Nitrogeniums ausscheiden, was diese Organe außerordentlich belastet. Bei langfristiger Diät mit dem hohen Proteingehalt vergrößert sich das Risiko der Nebennieren- und Leberschäden um ein Vielfaches. Weil gerade diese zwei Organe wegen der Anabolikaanwendung leiden (vor allem der Oralen), kann der Sportler in die Situation geraten, dass eine Erkrankung der genannten Organe fast unvermeidlich ist.

Für die Minimalisierung der Anabolikafolgen und der Diät mit einem hohen Eiweißstoffgehalt sind vor allem ausnahmslos aus dem Essen alle karbonisierten Getränke, gebratene Speisen (vor alle verschiedene fast foods), Fettspeisen und Alkohol zu vermeiden. Ebenfalls vermeiden Sie die Anwendung des Aluminiumgeschirrs, sowohl beim Kochen, als auch beim Tafeln (Aluminiumgeschirre sind heute in westlicher Welt nicht üblich, wir begegnen ihnen aber in vielen Entwicklungsländern).

Bestimmte Speisen, Gewürze und Nahrungsmittelergänzungen haben wohltuende Wirkungen auf Leber und Nebennieren (zum Beispiel Kurkumin, das sich im Curry-Gewürz befindet). Bemühen Sie sich, in Ihre Diät solche Speisen aufzunehmen. Es ist auch notwendig, klinische Tests der Funktion dieser Organe mindestens einmal pro Halbjahr einzugehen, weil Leberversagen und vor allem Nierenversagen tödlich sein kann.

Mehr Informationen über Hochproteindiät erfahren Sie in dem ARTIKEL, publiziert von der Prestigeklinik Mayo Clinic in USA (Artikel ist im Englischen). Der weitere wichtige und oft unterschätze Aspekt der Diät von Sportlern sind Phytoöstrogene. Es geht um die Gruppe der Stoffe, die sich natürlich in Pflanzen befinden, und das auch in essbaren Pflanzen. Weil sie mit Ihrer Struktur dem Frauengeschlechtshormon Östrogen ähnlich sind, haben Phytoöstrogene offensichtlich eine ähnliche Wirkung auf den menschlichen Körper.

Der Umfang der Wirkungen dieser Stoffe ist bisher zwar nicht ganz bekannt, es existiert auch eine belegte Voraussetzung für die Behauptung, dass Phytoöstrogene aus der Nahrung ausgeschlossen werden sollten, wenn sich der Mensch bemüht, seine Muskelmasse zu vergrößern. Soja, Sojaprodukte (einschließlich Tofu, Sojamilch und ähnlich) wie auch Leinsamen sind Hauptquellen von Phytoöstrogenen in unserer Diät. Vor allem Soja wird heutzutage in einer großen Reihe der Halbwaren, und das auch bei Fleischwaren zugegeben. Nach manchen Studien haben fermentierte Sojaprodukte einen niedrigeren Gehalt an Phytoöstrogene.

Wahrscheinlich der wichtigste wissenschaftliche Aufsatz, der sich mit Phytoöstrogenen befasst (Dietary oestrogens and male fertility potential, West M.C.L., Anderson L., McClure N., Lewis S.E.M.-Queen´s University Belfast, UK) macht auch auf den Einfluss der Phytoöstrogene auf die männliche Zeugungsfähigkeit aufmerksam, was die Potenz dieser Stoffe beweist.